Was passiert nur mit dem Reit-SPORT?

Wurde ich in den letzten Jahren darauf angesprochen ob ich reite, habe ich immer stolz ja gesagt. Ein wenig wird man auch als Reiter bewundert wie man mit solchen großen Tieren umgeht und das ganze sieht auch noch harmonisch aus. Stichwort harmonisch: Heute muss man sich ja fast schämen wenn man gefragt wird ob man reitet. Reiten wird auch gleichgesetzt mit den Fragen nach Doping, Rollkur, diversen brutalen Zubehör (das man sicherlich auch in einem SM Studio zweckentfremden könnte) und neuerdings hat der Sport auch eine blutige Seite angenommen. Bei einigen Reitern hat eine Dressuraufgabe mittlerweile Ähnlichkeiten mit einem Boxkampf. Es geht dabei Reiter gegen Pferd. Richtig gelesen! Allerdings steht der Verlierer meistens schon zu Beginn fest: Es ist das Pferd, dass blutend den Ring verlässt. Leider ist das die Wahrheit. Unser Sport, egal ob er von einem Freizeit- oder Turnierreiter (welcher Sparte auch immer) betrieben wird, steht mittlerweile am Abgrund der Glaubwürdigkeit.

Aus diesem Grund finde ich es umso erschreckender wenn ich lese, dass die “Blood Rule” – Blutregel noch nicht vom Tisch ist, sondern erst noch von einem Veterinärkomitee untersucht werden soll. Was gibt es an dieser Angelegenheit noch zu untersuchen? Reiten soll eine harmonische Verbindung zwischen einem Reiter und seinem Pferd sein. Das bedeutet das mit weicher Zügelführung geritten wird. Gerte und Sporen dienen dazu Hilfen zu minimieren. Allerdings sind bei einigen Reitern sowohl das Gebiss, als auch Gerten und Sporen zu Martergeräten verkommen, die den Begriff Harmonie immer weiter vom Reitsport wegtreiben.

Die Frage die sich stellt: WO SOLL DAS NOCH ENDEN?

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