9:15 pm Allgemein
Im vorherigen Artikel habe ich ja über den letzten schiefgegangen Versuch berichtet an einen RAZ Lehrgang teilzunehmen. Nachdem mir ja einen Tag vor Lehrgangsbeginn von der Reitschule Seligenporten abgesagt wurden ist, musste ich mir recht schnell dafür Ersatz suchen. Das war einfacher als gesagt.
Das Internet bietet uns zwar zahlreiche Möglichkeiten sich verschiedene Anbieter anzuschauen und Preise zu vergleichen – woher weiß ich aber das dieser Hof gut ist? Also habe ich in verschiedenen Foren mir die Kommentare zu einigen Höfen durchgelesen. Leider haben einige Höfe über den Sommer keine Lehrgangsangebote und somit schrumpfte die Anzahl der Höfe. Zuletzt habe ich mich dann für den Reiterhof Konle in Ellwangen entschieden.
Der Hof und das Hotel haben gleich zu Beginn einen guten und ordentlichen Eindruck gemacht. Am Wochenende sind die Pferde vom Morgen bis zum Abend auf die Koppel gekommen, somit habe ich sie vermehrt erst am 1. Lehrgangstag gesehen. Am Abend des Anreisetages wurde uns erklärt wie die Woche abläuft, wo wir was finden und welches Pferd wir am ersten Tag reiten werden. Voller Freude habe ich dem ersten Tag engegen gefiebert und wurde dann herb enttäuscht!
Positiv war, dass jedes Pferd einen Beutel mit Putzzeug vor der Box hatte, leider war es oftmals kaputt oder die Hälfte hat gefehlt. Das Sattelzeug war war auch nicht mehr das Beste. Die Sattelgurtstrippen waren gerissen, dass Sattelblatt kaputt, die Satteldecken hatten auch schon bessere Tage gesehen…. die Liste wurde im Laufe der Woche lang und länger!
Das Pferd was ich am ersten Tag hatte, war in der Box ein kleiner Kasperkopf aber artig. Beim Schrittreiten habe ich schon gemerkt das er komisch ging. Der Schritt war nicht raumgreifend, sondern kurz und zackelig und das am langen Zügel. Der Trab war eine Katastrophe! Nach ca. 3 Minuten hat mir mein Rücken so weh getan, dass ich meinte vom Pferd zu fallen und nie wieder laufen zu können. Der Trab war ganz flach und der Rücken war fest. Ich wusste nicht wie ich sitzen sollte. Er ging gegen den Zügel, wobei ich das nach einer Weule ganz gut hinbekommen habe. Nach einer Weile sollte ich mit jemanden tauschen. Das Pferd war auch nicht besser. “An den Zügel reiten” wurde hier über Kraft realisiert. Dann haben die Pferde en Kopf runter gemacht und sind mit festen Rücken durch die Bahn getrabt.
Die Kommentare des Reitlehrers beschränkten sich auf “durch die ganze Bahn wechseln”, “Stell ihn in den Ecken nach innen” und vielleicht noch “Bein lang machen”. Wir waren ca. 8 Leute pro Gruppe und da war nicht viel mit Unterricht. Somit war die erste Dressurstunde echt ernüchternd und ich bin resigniert zum Frühstück gegangen.
Die Sprinstunde am Nachmittag war auch nicht besser. Kurz vor Beginn habe ich dann die Nachricht erhalten das ich ein anderes Pferd reiten soll. Dieses Pferd habe ich keinen Meter geschafft an den Zügel zu reiten. Zudem war sie sehr empfindlich im Rücken, so das ich nur darauf geachtet habe mit meinen Bewegungen geschmeidig mitzugehen und sie nicht zu stören. Die erste Springstunde war zwar nicht toll aber ich bin über alle Sprünge gekommen.
Beim Springen bin ich dann auch von Tag zu Tag besser mit dem Pferd klargekommen und die Sprünge wurden immer passender. Der Unterricht hat sich hier auch nur auf das nötigste beschränkt. Ich kann mich an keinen einizigen Tipp erinnern den ich bekommen habe.
Der Dressurunterricht blieb eine Katastrophe! Bis zum letzten Tag musste ich immer mit den tauschen die mit ihren Pferden Probleme ahtten. Das Ergebnis war, das ich bis zur Generalprobe noch kein einziges mal richtig galoppiert bin oder das irgendein Element aus der Aufagebe mit mir geübt wurde. Irgendwann hat es mir gereicht und ich bin zum Herrn Konle gegangen und habe ihn darauf angesprochen. Er meinte nur es hat nicht geklappt und deswegen musste ich tauschen. Auf meinen Einwand das es auch nicht klappen kann wenn ich ständig von einem Pferd auf ein anderes muss, hat er irgendwas unverständliches gebrabbelt das ich nicht verstehen konnte. Also: Neuer Tag – neues Glück.
An diesem Tag war unsere Generalprobe und das Pferd das ich reiten sollte bin ich für ein paar Minuten am vorherigen Tag geritten. Es hatte gar nicht geklappt und somit war ich ziemlich demotiviert. Wir sind alle abgeritten und mussten dann auf dem Hof damit einer in der Halle die Aufgabe reiten konnte. Beim ersten Reiter lief alles schief und ich musste mit ihm das Pferd tauschen. Mittlerweile war ich richtig wütend, da mich dieser Spaß ziemlich viel Geld gekostet hat. Also bin ich wieder zum Herrn Konle hin und habe mich beschwert. Nach einer kurzen Diskussion habe ich dann ein Verkaufspferd bekommen. Das Pferd bin ich dann ein paar Runden schritt geritten und dann die Aufgabe. Der lief wie am Schürrchen – locker im Rücken und leicht am Zügel.
Am Ende habe ich dann auch das Abzeichen bestanden aber meiner Meinung nach viel zu viel Geld dafür bezahlt. Ich finde es eine riesengroße schweinerei was die für Preise haben und was dann anschließen davon in die Pferde bzw. das Material gesteckt wird. Allerdings hat Familie Konle erzählt wo sie in den Urlaub fahren, was für ein Wellnessprogramm ansteht und welches neue Auto sie bestellt haben. Das waren auch alles nicht die günstigsten Sachen. Es ist auch richtig wenn sie Urlaub machen, doch kosten Pferde und ihre Ausrüstung auch geld und vor allendingen müssen diese Sachen auch regelmäßig repariert und erneuert werden.
Fazit: Das Preis – Leistungs – Verhältniss passt hier überhaupt nicht!
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