Buchvorstellung: Uta Gräf – Feines Reiten auf motivierten Pferden

Buchvorstellung: Uta Gräf – Feines Reiten auf motivierten Pferden

Heute möchte ich nun endlich Euch dieses tolle Buch vorstellen, über dass ich hier schon einmal berichtet hatte. Von diesem Buch hatte man schon Monate, bevor es überhaupt auf dem Markt war, viel gehört. Sämtliche Fachzeitschriften berichteten darüber, in Foren wurde diskutiert und dann endlich war es da. Ich muss gestehen, ehe ich es in den Händen hielt, verging eine Weile. Als ich es dann jedoch endlich hatte und zum Lesen gekommen bin, war ich wirklich hin und weg. Es liest sich sehr gut, fast wie ein Roman. Es ist jedoch keine Anleitung in Form einer Reitlehre, also es geht nicht um die Vermittlung von Lektionen. Im Focus steht ganz klar das Pferd, dass als Partner gesehen wird.

Das Buch wird in drei Kapitel unterteilt.

1. Das Pferd motivieren

2. Den Reiter motivieren

3. Einfach erfolgreich sein

Pferde motivieren?

Pferde motivieren?

Dem ersten Kapitel wird sich auf ganzen 108 Seiten gewidmet. Im Focus steht immer die Zufriedenheit des Pferdes und wie man diese herstellen kann. Der Reiter wird immer wieder dazu aufgefordert sich in sein Pferd hineinzuversetzen. Dazu gehört auch, dass Erkennen von Leistungsgrenzen des Pferdes und diese zu akzeptieren. Dieser Part wird leider von einer Vielzahl von Reitern im Amateurbereich übersehen. Was sowohl zu Frustrationen beim Pferd, als auch beim Reiter führt. Besonders gut hat mir hier auch der Teil  über den Aufbau einer Trainingseinheit gefallen. Uta Gräf legt viel Wert auf ein Abwechslungsreiches Training. Das bedeutet, dass man jeden Tag sein Pferd anders arbeiten soll und nicht nach einem festgelegten Schema. Als Mensch langweilt man sich schließlich auch schnell, wenn man jeden Tag dieselben Dinge in derselben Reihenfolge tun muss. Zumindest geht es mir so. Ein weiterer guter Tipp ist, dass „Reiten in kurzen Reprisen“. Gemeint ist damit, dass man eine bestimmte Lektion übt und dann immer wieder kurze Pausen einlegt. Nach dieser Methode reite ich auch schon sehr lange und ich muss sagen, dass die Pferde nicht nur viel entspannter sind, es wirkt sich auch positiv auf den Lernerfolg aus. Wie viele Reiter beobachtet man, die Ewigkeiten an Lektionen herumdoktern, ohne das diese besser werden. Meistens treten im Verlauf noch mehr Probleme auf und es kommt auf beiden Seiten zu Frustration.

Des Weiteren wird auch das Thema Fütterung und Haltung in diesem ersten Kapitel beschrieben. Ich muss gestehen, als ich das gelesen habe, hat mein Herz gejubelt. Aus folgendem Grund: Die Pferde auf dem Gut von Uta Gräf und ihrem Lebensgefährten erhalten den ganzen Tag Heu. DEN GANZEN TAG! Es wird immer wieder nachgeschoben und im Sommer durch Grünschnitt erweitert. Alle Pferde kommen raus und zwar auf weitläufige Koppeln und Ausläufe. Hinter jeder Box befindet sich ein Paddock, dass sagenhafte 60 Meter lang ist.  Das ist für mich ein Traum, da ich weiß wie wichtig Bewegung für ein Pferd ist.. und ich meine nicht nur die Bewegung unter dem Reiter.

Der zweite Teil des Buches widmet sich dem Reiter. Hier geht es darum, wie der Reiter den Spaß am Reiten nicht verliert. Hört sich komisch an, wenn man bedenkt, das ein Großteil von uns dieses Hobby gerne betreibt. Jedoch gibt es bestimmte Ursachen, die einem trotzdem den Spaß nehmen können. Ich denke mal, jeder war schon einmal in solch einer Situation. Auf folgende Faktoren wird hier eingegangen: das richtige Pferd und den richtigen Trainer finden. Wie viele Reiter besitzen Pferde, die sie nicht „bedienen“ können? Der Part „Stressfrei Reiten“ hat mir aus der Seele gesprochen. Viele sind beruflich eng eingebunden, haben noch ihren Haushalt und nehmen den Stress mit zum Pferd. Hier rät Frau Gräf zu einem Zeitmanagement. Das man einfach einmal schaut, was ist wichtig, was nicht, was kann ich ausgliedern und wie schaffe ich Freiraum für mich. Angespannt reiten bringt nichts!

Im letzten Teil des Buches, wird unter anderem darauf hingewiesen, dass man seinen Prinzipien immer treu sein soll und nicht von seinem Weg abweichen soll. Es ist  toll, wenn man liest, was für ein Team an Mitarbeitern und vor allem Pferdebesitzern hinter Uta Gräf stehen. Insbesondere die Besitzer der Pferde, müssen lobend erwähnt werden. Auf dem Niveau, auf dem Frau Gräf reitet, geht es um viel Geld, Erfolg und auch um Ansehen. Aber von Ehrgeiz zerfressen wirkt laut dem Buch niemand. Alle vertrauen auf die Instinkte von Frau Gräf, die immer zum Wohle der Tiere handelt und auch schon mal ein Turnier absagt.

So motiviert man Pferde!

So motiviert man Pferde!

Fazit: Dieses Buch ist wirklich toll geschrieben und ich kann es jedem empfehlen. Es werden keine neuen Themen behandelt, doch ich denke, dass viele Punkte irgendwann bei einem Großteil der Reiter in Vergessenheit geraten. Es sind kleine und vor allem normale Dinge, die zum Wohl des Pferdes beitragen. Fühlt sich ein Pferd wohl, so merkt man dies als Reiter sofort. Alle die schon einmal auf einem zufriedenem Pferd gesessen haben, wissen wie es sich anfühlt….  und so sollte es immer sein!

 

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