Longenarbeit nach der Schiefentherapie

So, heute habe ich Pjana doch longiert um ihr mal wieder etwas Abwechslung zu bieten. Zum Longieren habe ich Pjana nur einen Kappzaun ohne Gebiss rauf gemacht. Damit sie warm wird, habe ich erst wieder ein wenig Bodenarbeit gemacht. Naja, auch um meine „Chefstellung“ zu festigen, die ja doch manchmal ein wenig wackelig ist. Sie muss anhalten wenn ich stehen bleibe und wenn ich losgehe, dann soll sie erst losgehen wenn ich das Kommando gebe. Wichtig ist auch das sie mich nicht überholt sondern schräg neben mir her geht, auf keinen Fall hinter mir. Sie soll sich ja nicht verstecken.
Nach ca. 15 Minuten habe ich mir dann einen Platz zum longieren gesucht. Von Anfang an habe ich sie durch Paraden animiert das sie sich vorwärts/abwärtsstrecken soll. Immer wenn sie sich nach unten gestreckt hat, habe ich auch an der Longe nachgegeben. Da es im Schritt gut geklappt hat und sie auch nicht gerutscht ist, habe ich sie antraben lassen. Im Trab hat sie sich zuerst ein wenig nach außen gestellt. Also habe ich etwas deutlicher die Paraden gegeben und dabei aber mit der Longierpeitsche darauf geachtet das sie mir nicht auf die innere Schulter fällt. Bei dieser Art des longierens ist die Peitsche nicht hinter dem Pferd, sondern weist auf die Schulter. So kann man das Pferd besser dirigieren damit es nicht in den Zirkel rein läuft und vor allem nicht auf die innere Schulter fällt. Zu Anfang bestimmt hierbei auch das Pferd das Tempo, da der Zirkel auch kleiner ist als sonst. Das Pferd soll durch diese Arbeit gebogen und somit gynmstiziert werden. Nach einer Weile im Trab, hat Pjana sich nach innen stellen lassen und sich nach unten gedehnt. Allerdings wollte sie dann etwas Gras naschen und auf vorwärtstreiben hat sie mit einem Buckler und einem Sprung zur Seite reagiert. Dummerweise ist mir dann auch noch die Longe aus der Hand gerutscht und Pjana ist erst einmal in Richtung Ausgang gelaufen. Der war aber zu und sie konnte nicht weg. Ich habe sie wieder geholt und weiter gemacht. Sie hat es dann noch ein paar mal probiert aber nicht geschafft. Diesmal hatte ich die Longe aber besser gehalten und war auch darauf vorbereitet. Als sie gemerkt hat, dass es mit dem Alleingang nichts mehr wird, lief sie richtig schön. Sie hat sich auf beiden Seiten toll stellen lassen und sich dabei nach unten gedehnt.

Wir longieren sie jetzt seit ca. einem Jahr nach dieser Methoden, wobei wir es auch Abwechslungsreich gestalten. Mal stehen Pylonen da, eine Dualgasse oder es liegen Stangen da über die sie gehen muss. Es ist aber auffällig wie wunderbar locker sie dadurch geworden ist. Man sieht richtig wie das gesamte Pferd mitschwingt und wie locker der Rückenmuskel ist.
Ich kann das Buch „Die Schiefen Therapie“ von Klaus Schöneich und Gabriele Rachen Schöneich allen nur empfehlen. Da es das Pferd wunderbar gymnastiziert und es lernt von alleine, ohne Hilfsmittel wie Ausbinder etc., sich abwärts zu strecken.

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