Reiterfehler

Die meisten von uns haben sie aber nicht alle geben sie zu und nicht alle arbeiten an ihnen. Ich kenne meine Fehler ganz genau und probiere auch an ihnen zu arbeiten. Da es im Moment mit Unterricht bei uns etwas schlecht aussieht muss ich auf schriftliche Lektüre zurückgreifen und mich selber schulen. Das ist aber auch nicht so ganz einfach, da ich schnell in alte Bewegungsmuster zurück falle. Vor allen Dingen in Problemsituationen. Es gibt immer mal wieder Erfolgserlebnisse. Wie z.B. an dem Tag als sie nicht in Richtung Wald wollte. Da saß ich ruhig und gelassen auf dem Pferd und konnte locker, ohne verspannt zu sein, reagieren.
Heute und gestern war ich dagegen ein wenig verspannt. Vielleicht liegt es aber auch an dem kalten Wetter und dem Wind. Das war richtig unangenehm. Da ich aber sowieso schon Probleme mit der Anlehnung bei Pjana habe, ärgert mich das umso mehr. Ich vergess immer wieder meine Hand oben zu halten. Meine Arme sind meist gerade nach unten ausgestreckt. Dadurch drück ich auch auf das Pferdemaul – was für Pjana auch unangenehm ist. Es fühlt sich für mich auch viel angenehmer an wenn ich sie vor mir trage, da dann auch meine Schultern entspannter sind. Meistens schau ich auch nach unten, als ob ich meine Hände und die Kopfhaltung ständig kontrollieren muss. Theoretisch weiß ich wie das ganze auszusehen hat, bei der praktischen Umsetzung fällt es mir deutlich schwerer.
Heute war ich wieder mit Pjana im Gelände. Bei der ersten Trabtour wollte sie gleich das Tempo bestimmen und hat auch kurz das Gebiss festgehalten. Ich habe dann durch Paraden das Tempo gedrosselt und habe sie dann erst einmal eine ganze Weile traben lassen. Sie fing dann auch an zu kauen, hat sich aber noch nicht schön an den Zügel stellen lassen. Es war etwas blöd, da ich mich veritten habe und den ganzen weg wieder zurück musste. Das gute war, den Berg den runter gekommen bin, musste ich auch wieder hoch. Also bin ich wieder angetrabt. Das war dann vom Gefühl immer noch nicht so. Ich würde es als maulig beschreiben. In diesen Momenten weiß ich nicht ob ich zu viel mit den Zügeln mache oder zu wenig. Kommt von mir zu wenig Schenkel… Da es dann wieder leicht bergab ging habe ich durchpariert und die Zügel drangelassen. Als sie nachgegeben hat, habe ich auch nachgegeben und habe leicht hinterher getrieben. Plötzlich wurde sie locker im Maul. Wenn sie hoch wollte habe ich ein wenig mehr nachgetrieben – dann habe ich sie mal nach links, mal nach rechts gestellt und falls sie fester werden wollte habe ich leichte Zügelimpulse gegeben. Da der Weg wieder gerade wurde, bin ich angetrabt aber die ersten Schritte blieb ich sitzen. Sie lief so schön!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Hier habe ich wieder gemerkt das ich zuviel mit der Hand mache und zu wenig nachtreibe. Da muss ich jetzt unbedingt dran bleiben damit ich öfter dieses Reitgefühl erleben kann.
Es ist echt schwer sich immer wieder an seine Fehler zu erinnern und dann auch gezielt an ihnen zu arbeiten. Aber nur so kommt man zu einem zufriedenen Pferd und zu einem Tollen Reitgefühl.

2 Kommentare

  1. Antje
    Jan 12, 2010

    Hi Kleines, auch wenn ich nicht da bin, versuch ich deine Arbeit zu verfolgen. Bleib dran, viel Erfolg, übrigens schönes Foto. Liebe Grüße aus Nepal, deine Antje

  2. Sascha
    Jul 13, 2010

    Du bist wenigstens einer der Reiter, die die Fehler bei sich und nicht beim Pferd suchen. Schöner Blog im übrigen, ich würde allerdings die Abgrenzungen etwas nachdunkeln.
    Komme bestimmt mal öfter vorbei. Gibt ja ne Menge zu lesen hier 🙂

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